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Archiv für die Kategorie 'Social Media'

Jul 13 2009

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Alexandra

Sicher in Social Networks surfen: 4 Tipps

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Vor einigen Wochen machte Facebook mit seinem Landrush Schlagzeilen: der Möglichkeit für den eigenen Facebook-Account endlich eine adrette URL zu bekommen, die etwa www.facebook.com/alexandra.preis lautet. Bisher gab es nur sehr unschöne URLs, die ungefähr so aussehen: www.facebook.com/profile.php?id=699082234&ref=ts.

Der eigene Name in der Internetadresse scheint den Facebook-Usern wichtig zu sein: Innerhalb von 15 Minuten sollen sich über eine halbe Million Menschen ihre Vanity-URL, die personalisierte Adresse, gesichert haben. Inzwischen haben sich an die sieben Millionen Menschen ihren eigenen Namen beansprucht. Diese Vanity-ULRs lassen sich entsprechend leichter an neue Freunde  und Bekannte weitergeben.

Gelegentlich macht das Social Network allerdings eher mit negativen Nachrichten in Sachen Datensicherheit auf sich aufmerksam. Trotz der verhältnismäßig guten Sicherheitseinstellungen des blauen Networks passiert es immer wieder, dass Informationen einzelner User von Besuchern eingesehen werden können, für die sie nicht bestimmt sind. Konkret geht es dabei meist um Arbeitnehmer, deren Vorgesetzte auf Facebook Dinge erfahren haben, die sie nichts angehen.

Einer Schweizerin wurde beispielsweise gekündigt, nachdem sie auf Facebook aktiv war. Freilich lag es nicht an der Art der Aktivität selbst, sondern eher daran, dass sie wegen einer Migräne ihre Bildschirmarbeit nicht erledigen konnte und krankgeschrieben war. Verständlich, dass ihr Arbeitgeber nun meint, wer auf Facebook sein kann, kann auch ins Büro kommen.

Da kommen wir aber gleich zum Kernproblem der Sicherheit bei Facebook und ähnlichen Diensten: die Ahnungslosigkeit der User. Es ist eine Sache, wenn ein Dienst seinen Usern keine Daten- und anderweitige Sicherheit anbietet. Eine andere Sache ist es, wenn ein User die möglichen Sicherheitseinstellungen nicht vornimmt. Komplett anders ist es wiederum, wenn ein User in seinen öffentlich zugänglichen Profilen sich selbst zum Idioten macht oder über Kollegen und Arbeitgeber herzieht – vor allem eben auch während der Arbeitszeit, vorm Arbeitsrechner aus, oder wenn er krankheitsbedingt eigentlich nicht am Rechner sitzen dürfte. Da will man fast sagen: Selber schuld.

Gravierender sind echte Sicherheitslücken, wie diejenige, die FBHive Anfang Juni entdeckte (und hilfreicherweise auch gleich Tipps zum Nachmachen gab, die wir hier nicht wiederholen werden). Durch diese Schwachstelle konnten Hacker auf persönliche Daten eines Profils zugreifen, auch wenn diese vor öffentlichem Zugriff geschützt waren. Positiv: Facebook hat das Leck gestopft. Negativ: Es hat dazu fast zwei Wochen gebraucht.

Oft ist es möglich, auf Umwegen an die Informationen anderer User zu kommen. Das kann sogar durch puren Zufall passieren, ohne dass man dabei große kriminelle Energie an den Tag legen muss. Gerade neue User nehmen oft jede neue Freundschaftsanfrage freudig an, ohne zu bedenken dass somit ein vielleicht völlig Fremder Zugriff auf das Profil und ggf. die hochgeladenen Bilder hat. Bei Facebook gibt es beispielsweise die Freigabemöglichkeit für “Freunde und Netzwerk” – das können dann praktisch Tausende von Fremden sein. Wollen Sie wirklich, dass die alle Ihre Statusnachrichten lesen und Ihre Bilder ansehen können?

Deshalb empfehlen wir, zumindest unsere folgenden vier Tipps zu beherzigen – nicht nur im Interesse der Datensicherheit, sondern auch zur Wahrung der Online-Reputation.

4 Tipps für sicheres Netzwerken

1.: Nie, nie, nie Informationen eintragen, die man nicht öffentlich machen will! Wenn Sie eine Information nicht mehr anzeigen wollen, lieber löschen als nur auf “privat” setzen.

2.: Wo es möglich ist, immer die strengste Sicherheitseinstellung wählen! Also nie pauschal allen alles anzeigen. Eventuelle Ausnahme: Die Business-Plattform Xing. Kontaktaufnahme ist deutlich schwerer, wenn nur Premium-Mitglieder Ihr Profil sehen können. Wir gehen davon aus, dass Sie sich auf Xing sowieso entsprechend professionell präsentieren.

3.: Keine Kontaktanfragen von Unbekannten akzeptieren, vor allem wenn die nicht angeben, wer sie sind und warum sie Kontakt aufnehmen. Kontakte/Freunde nur um der Zahlen willen anzunehmen ist unklug.

4.: Nie Bilder hochladen, die man nicht auch dem Chef, dem Seelsorger und der eigenen Oma zeigen würde. Was im Internet steht, kann im Zweifelsfall von jedem auf alle Ewigkeit eingesehen werden. Wer unbedingt schlecht über den Chef reden oder peinliche Partybilder mit Freunden teilen will kann das auch ganz altmodisch per E-Mail machen.

Einen Schritt in die richtige Richtung macht Facebook übrigens gerade selbst: Gerade wird eine neue Funktion getestet, die es den Usern erlaubt, jede Statusmitteilung individuell für verschiedene Personenkreise sichtbar zu machen. Das bedeutet, man kann für jede Statusnachricht eigens festlegen, ob sie für alle sichtbar ist, nur für die Freunde, für Freunde von Freunden, oder für eine selbst definierte Gruppe.

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Mai 29 2009

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Alexandra

Warum Twitter die Welt rettet

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Spätestens die Bundestagsanhörung zum Thema Sperren von Kinderpornografie-Seiten hat es an den Tag gebracht: Im Internet tummeln sich eben nicht nur Ballerspieler und Pädophile, sondern auch politisch engagierte Bürger.

Die Twittergemeinde ist naturgemäß besonders interessiert am Wohlergehen des World Wide Web. Es macht sich die Angst breit, dass die Sperren nur der erste Schritt zur Zensur vieler ungeliebter, weil kritischer Seiten sind. Der Protest vieler Blogautoren wurde auch auf Twitter laut. Sogar ich bin erst durch Twitter wirklich auf die Online-Petition gegen den Gesetzesentwurf aufmerksam geworden, manch anderem ging es vermutlich genau so.

Was macht Twitter zu so einem dynamischen Medium? Die Hemmschwelle für neue User ist niedriger als bei vielen anderen Angeboten der Social Media: Einfach anmelden, fertig. Man braucht keine ellenlangen Formulare ausfüllen und Interessen angeben – wohl wissend dass diese Informationen nur deshalb abgefragt werden, damit man auch entsprechend zielgerichtet mit Werbung versorgt werden kann. Man braucht keine Bilder hochladen und sich keine lustige Statusmeldung ausdenken. Es ist unkompliziert und einladend, und wenn man drin ist, twittert man oder lässt es eben bleiben.

Laut Wikipedia, die sich wiederum auf einen Bericht der WirtschaftsWoche beruft, gibt es in Deutschland etwa 30.000 Twitter-User, wöchentlich soll es etwa 4.000 Neuregistrierungen geben (Stand: März 2009). Es ist also bei weitem noch kein flächendeckendes Phänomen, zumal bestimmt nicht alle angemeldeten User auch aktiv sind.

Die Online-Petition haben inzwischen über 100.000 Menschen unterzeichnet, ich kann also beim besten Willen nicht ausschließlich Twitter dafür verantwortlich machen. Unzählige andere Websites und Blogs haben ihren Teil dazu beigetragen, das bedrohliche Vorhaben zumindest zu thematisieren. Nebeneffekt: Der hübsche Kosename “Zensursula” für Familienministerin Ursula von der Leyen wurde so in Rekordzeit verbreitet.

Die Twittergemeinde machte aber nicht nur im Vorfeld aktiv, sie nutzte den Microbloggingdienst auch während der Anhörung (leicht nachzuprüfen mittels der Twitter-Suche nach #Anhörung und #anhoerung – jemand sollte Twitter mal das Prinzip Umlaut erklären). Ein paar engagierte Demokraten twitterten sogar live aus der Anhörung, viele andere twitterten sozusagen halblive vom Bundestags-Stream.

Nicht alle Tweets waren weltbewegend oder wichtig, bei manchen verdreht der Leser einfach nur die Augen, zum Beispiel wenn der 18. Twitterer in Folge fragt “Der Stream ist weg, bei euch auch?”. Weil es ja so eine Überraschung ist dass ein Stream ab und zu mal hängt …

Aber das genau ist der Punkt: Twitter ist wie die Demokratie – jeder hat das gleiche Recht, jeder kann mitmachen, sogar die Deppen. Das ist der Sinn der Sache: Ich kann niemandem das Wort verbieten, nur weil ich finde dass er Schwachsinn erzählt oder weil er eine andere Meinung hat. Hinhören muss ich aber auch nicht! Wer das verstanden hat, kriegt das mit der Demokratie auch offline auf die Reihe.

Nur das mit “UnFollow” und “Block” ist bei Twitter einfacher.

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Mai 18 2009

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Alexandra

Web Dashboards für Twitter

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Für Twitter gibt es eine schier unüberschaubare Fülle von Anwendungen, die das Twittern einfacher, effizienter oder auch nur anders machen sollen – API macht’s möglich.

Es gibt Anwendungen für Mobiltelefone, verschiedenste Add-ons für den Browser und eine Masse von Programmen, die das Twittern mehr oder weniger revolutionieren wollen. Da bin ich ja natürlich prinzipiell gerne dabei, aber ich will meinem Laptop nicht noch mehr Daten zumuten. Also was tun? Die Antwort sind die Web Dashboards.

TweetvisorDabei handelt es sich um webbasierte Anwendungen, bei denen man sich einfach nur mit den Twitter-Zugangsdaten anmeldet – und schon kann’s losgehen. Die meisten dieser Dashboards bieten eine oder mehrere Möglichkeiten um URLs kürzen, die gleichzeitige Verwaltung von mehr als einem Twitter-Account und eine schnelle Übersicht über die eigenen Updates und die Timeline der eigenen Twitter-Kontakte.
Davon abgesehen bringt natürlich jede einzelne Anwendung auch etwas “Eigenes”, das sie von den anderen unterscheidet. Gute Beispiele für solche Dashboards sind Tweetvisor und Hoot Suite.

Bei Tweetvisor ist das “Eigene” beispielsweise die Möglichkeit, Gruppen einzurichten und die Kontakte so zu sortieren. Das geht ganz einfach, indem man jedem Follower oder Freund ein tag zuteilt. Sehr praktisch ist die Möglichkeit, direkt vom Tweet eines anderen aus eine Direct Message zu senden oder zu retweeten. Bei Twitter selbst sind hier nur Antworten und als Favorit markieren möglich.

Zum Kürzen von URLs bietet der Tweetvisor gleich eine ganze Liste von Kürz-Diensten an. Wer mehr auf Außerlichkeiten Wert legt, kann beim Tweetvisor das Aussehen des Interface ändern. Zur Wahl stehen ein dramatisch-dunkles und ein freundlich-hellblaues. Das Layout unterscheidet sich je nach Farbwahl ein bisschen, die Logik dahinter entgeht mir allerdings.

HootsuiteBei HootSuite lässt sich nachverfolgen, ob die getwitterten Links überhaupt geklickt werden. Das geht allerdings nur, wenn man den internen Shortener ow.ly verwendet.
Dafür gibt es dann aber auch gleich ein Bookmarklet, das Hootlet. Stolpert man beim Surfen über eine interessanter Seite, braucht man nur das Hootlet anklicken, und schon öffnet sich ein kleines Fenster mit Eingabemöglichkeit und fertig gekürztem Link.

Zweites enorm großes Plus bei HootSuite: Die Updates können zu einem vorbestimmten Zeitpunkt versendet werden! Wer also ständig aktiv erscheinen will, aber nicht wirklich twittern kann, z.B. weil er auf der Arbeit oder unterwegs ist, kann die Tweets so vorbereiten, dass sie zu einer festgelegten Zeit veröffentlich werden.

Ähnlich wie beim Tweetvisor kann man bei HootSuite ebenfalls direkt von einem Tweet aus eine DM senden oder retweeten. Allerdings setzt die HootSuite noch einen drauf und gibt mir bei jedem einzelnen Tweet die Möglickeit zum Follow/UnFollow.

Bei meinem persönlichen Twitter-Account habe ich mich für HootSuite entschieden, weil mir die “Send later”-Möglichkeit und die Statistik wichtiger sind als Gruppen und tags. Der Tweetvisor zeigt mir außerdem für meinen Geschmack fast ZU viel auf einen Blick. Wer aber nur effektiv twittern und sich alles auf einmal anzeigen lassen will, der ist mit dem Tweetvisor bestimmt gut bedient.

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